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03.06.2024 Sandra Hautke

Eierschalenpulver selbst herstellen
Wie wir bereits geklärt haben, enthält 1 g Eierschalenpulver ca. 340 mg Calcium. 

Mit also nur 2 g davon, können wir den Bedarf eines 10 kg Hundes decken.
Ich sammele dafür Eierschalen von unserem Frühstück oder wenn ich backe.
• Wasche diese heiß aus und
• gebe sie zum Trocken in ein Sieb
• sobald ich einige Schalen gesammelt habe (ich bewahre diese bis dahin in einem feinen Netz aus dem Supermarkt, welches für Gemüse und Obst verkauft wird) zerkleinere ich diese grob und
• verteile sie auf ein Backblech, um diese für 10-15 Min. bei mindestens 120 Grad von möglichen Keimen zu befreien
• danach lasse ich diese gut abkühlen und
• zerkleinere diese in einem Mixer (mit scharfen Messern) – das geht auch perfekt in dem Thermomix, wenn du einen hast
• jetzt nur noch in ein sauberes Behältnis abfüllen, fertig


Wusstest du, dass die Eierschale auch noch weitere natürliche Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Natrium, Eisen, Kupfer und Zink enthält?


Bei Fragen kannst du dich gerne unter EBSandraHautke@vierbeiner.de bei mir melden. Mein Text, daher bedarf eine Weitergabe oder Vervielfältigung meiner Zustimmung
Foto kostenlos von congerdesign auf pixabay
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19.04.2024 Sandra Hautke

Calcium und Phosphor – zwei bedeutende Mineralien im Hunde- und Katzennapf!

 

Beschäftigst du dich mit den Mikronährstoffen im Futter deines Hundes oder deiner Katze oder vertraust du da auf die Futtermittelhersteller? Wenn du dein Tier nach der BARF Methode ernährst, verwendest du verschiedene Fleischknochen oder einen Ersatz dafür und berechnest, dass genug oder nicht zu viel Calcium, auch im Verhältnis zu Phosphor, im Napf landen?

 

Calcium und Phosphor sind essentielle Mikronährstoffe, die dein Hund oder deine Katze benötigt.

Du fütterst ein Fertigfutter? Fein, dann gehen wir mal davon aus, dass der Hersteller Ahnung davon hat und zum einen genug Calcium, entweder durch gewolfte Hälse und Karkasse oder durch einen Calciumersatz (wie z.B. Eierschalenpulver oder Algenkalk oder Calciumcitrat) zum anderen auch das Verhältnis von Calcium zu Phosphor beachtet hat.
In den wenigsten Fällen kann man das kontrollieren, da bei einem Ersatz i.d.R. nicht die verwendete Menge angeben ist. Wenn jedoch bei einem Hersteller bei allen Sorten exakt ein Verhältnis von 1,3:1 angegeben ist, dann verleiht mir das schon ein Runzeln auf die Stirn und mein Gedanke ist: Ein Schelm, wer Böses denkt 😉.

Anders ist es bei selbstzubereiteten Mahlzeiten, sei es gekocht oder roh. Hier sollte man schon genau schauen, wie viel Calcium und Phosphor benötigt denn mein Hund oder meine Katze überhaupt und wie kann ich diesen Bedarf erfüllen?
Gängige Literatur geht von 40-140 mg Calcium pro kg Körpergewicht beim Hund und 50-90 mg bei der Katze aus. 

 

Da im Fleisch viel Phosphor, aber so gut wie gar kein Calcium enthalten ist, muss man Calcium zwingend ergänzen. Bei der Rohfütterung verfüttern wir hierfür gerne fleischige Knochen. Swanie Simon geht in der Hundefütterung bei der Verwendung von verschiedenen Rohfleischknochen (Brustbein, Ochsenschwanz, Hühnerhälse) von einem durchschnittlichen Calciumgehalt in Höhe von 2500 mg/100 g aus. Mit einem Anteil von 10 % in der Gesamtmahlzeit wäre damit der Bedarf sehr gut gedeckt.

 Berechne ich mal ein Beispielhund, 10 kg schwer, 300 g Futter am Tag, laut NRC wäre der Bedarf 731 mg Calcium (nach der vereinfachten Empfehlung sind es 40-140 mg/kg = 400-1400 mg): mit 80 % tierischen Anteil, davon 15 % Rohfleischknochen (=36 g) bekäme der Hund bei durchschnittlichen 2500 mg Calciumgehalt im Rohfleischknochen/100 g also 900 mg Calcium am Tag. Gehe ich jetzt davon aus, dass in der Mahlzeit durchschnittlich 600 mg Phosphor enthalten wäre, dann komme ich auf ein Verhältnis von 1,5:1. Wie man das rechnet? Ganz einfach 900 mg Calcium geteilt durch 600 mg Phosphor = 1,5. 

Nehme ich einen Calciumersatz, z.B. Eierschalenpulver, welches ca. 370 mg Calcium pro Gramm enthält, so decke ich mit 2 g (740 mg Calcium) den Bedarf nach NRC und erreiche ein Verhältnis von 1,2:1.

Für was Calcium wird benötigt wird?
Ich möchte da jetzt keinen medizinischen Beitrag daraus machen. Aber den meisten dürfte bekannt sein, dass man Calcium für die Knochenstabilität und die Zähne, aber auch für die Blutgerinnung und die Muskelkontraktionen benötigt.

Wie ist denn eigentlich die Empfehlung von dem Verhältnis Calcium zu Phosphor?
Auch hier gibt es kleine Schwankungen und keine in Stein gemeißelte Zahlen. So sagt man, dass das ideale Verhältnis beim Hund 1,3:1 und bei der Katze 1,2:1 sei. Abweichungen von bis zu 2:1 (Hund) und 1:1 (Katze) sind durchaus okay.

Jedoch entzieht eine erhöhte Calcium-Aufnahme dem Körper Phosphor. Dies wiederum ist wichtig für die Aufnahme von anderen Mineralien, wie z.B. Zink und Eisen. Andererseits hindert zu viel Phosphor den Körper an der Calciumaufnahme. Daher ist das richtige Verhältnis zueinander entscheidend.

Du hast Fragen oder Anmerkungen zu meinem Beitrag? Dann kontaktiere mich gerne unter EBSandraHautke@vier-beiner.de

Quelle Rohfleischknochen Calciumgehalt: BARF Fibel Swanie Simon. 

 

Mein Text, eine Vervielfältigung bedarf meiner Zustimmung. 

Foto: kostenlos von pixabay FlitArts

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04.03.2024 Sandra Hautke

 

Biologische Wertigkeit in der Nahrung


Hast du davon schon einmal gehört? Oder vielleicht den Begriff Bioverfügbarkeit? Was ist damit gemeint und warum spielt es auch in der Ernährung unserer Hunde und Katzen eine große Rolle?

Wir, sowie auch unsere Hunde und Katzen, benötigen Aminosäuren. Diese werden auch als Bausteine des Lebens bezeichnet. Sie sind organische Verbindungen aus denen Proteine (Eiweiße), Peptide, Hormone und Botenstoffe aufgebaut sind. Da nicht alle selbst vom Körper gebildet werden können, müssen wir durch die Nahrung diese fehlenden, jedoch essentiellen Bausteine, zufügen. 

 

Beim Hund sind dies 10, bei der Katze 11, die man sowohl in tierischen als auch pflanzlichen Lebensmitteln findet.

Und jetzt kommt die biologische Verfügbarkeit ins Spiel. Denn nicht alle Eiweißquellen haben eine gleichhohe Wertigkeit, heißt, je nach Lebensmittel variiert der Gehalt und die Zusammensetzung der einzelnen Aminosäuren. Letzteres beeinflusst, wie gut der Körper diese aufnehmen kann.

Wenn man zum Beispiel Rindfleisch und Mais in einen Nährwertrechner eingibt und die Angaben der Aminosäuren vergleicht, so wird sofort deutlich, dass hier das Rindfleisch ganz klar punktet.
Was bedeutet das für die Nahrung unserer Hunde und Katzen? Ein vermeintlich gutes Hundefutter, weil man es eben nicht besser weiß, welches eher minderwertige Inhaltsstoffe verarbeitet hat, wird deinem Tier niemals in dem Maße und optimaler Zusammensetzung Aminosäuren liefern, wie ein Futter mit hochwertigen Zutaten. Du möchtest ein Beispiel? Bitte schön:

1. Supermarktfutter A
39 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 30 % Huhn), 28 % Kochwasser, Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse, 1,2 % Öle und Fette. Zusatzstoffe: Vitamin D 3, Vitamin E, Zink, Mangan, Jod, Kupfer. Fütterungsempfehlung: 10 kg Hund 490-660 g am Tag/ 100 g enthalten 104 kcal

2. Futter B
50 % Fleisch (davon 60 % Putenmuskelfleisch, 20 % Herz von der Pute, 10 % Putenleber, 10 % Putenhälse), 19 % Kochsud, 31 % Gemüse/Kartoffeln, Obst, Lebertran, Knotentang, Leinöl, Zusatzstoffe Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Selen: Fütterungsempfehlung 10 kg Hund: 300 g am Tag/ 100 g enthalten 125 kcal

Hier macht nicht nur der geringer Fleischanteil den Unterschied, sondern auch die tierischen Nebenprodukte, die nicht definiert sind. Theoretisch könnten diese auch Proteine aus tierischen Bestandteilen sein, die keine wertvollen Aminosäuren enthalten und damit auch keine hohe biologische Wertigkeit. Die pflanzlichen Anteile sind ebenfalls nicht benannt, hier kann alles einer Gemüsepflanze verarbeitet worden sein.
Um es vereinfacht zu sagen: je höher die biologische Wertigkeit, um so effizienter kann der Körper daraus benötigte körpereigene Proteine herstellen. Und daher lohnt sich auch der Blick auf die Inhaltsangabe einer Futterdose.

Mein Text, Foto kostenlos von Pixabay Gerd Altmann (Aminosäuren von mir ergänzt). Eine Vervielfältigung oder Kopien bedarf meiner Zustimmung.

 

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12.02.2024 Sandra Hautke

 

Hypoallergenes Futter – hast du davon schon mal gehört?
Vorab, der Begriff Hypoallergen bedeutet vereinfacht gesagt: weniger allergieauslösend. Nicht mehr und nicht weniger. Dieser Begriff ist gesetzlich nicht geschützt. Man liest es sehr oft auf Nassfutterdosen oder Trockenfuttersäcken, die eben Bestandteile enthalten, die seltener eine allergische Reaktion verursachen (sehr oft mit der Proteinquelle Pferd), bzw. weniger verschiedene enthalten und somit - ist ja logisch – die Gefahr geringer ist, dass etwas verwendet wurde, worauf der Hund oder die Katze mit einer Allergie oder Unverträglichkeit reagieren könnte. Prima, dann füttern wir das doch alle. Oh Mist, dein Vierbeiner verträgt zwar das, meist im Zusammenhang mit Allergien genannte, Rindfleisch, jedoch nichts vom Pferd? Oder er bekommt von einem Gemüse heftigen, schleimigen Durchfall? Fakt ist, es gibt nicht DEN Auslöser. Auch Getreide ist per se nicht daran schuld, wenn das Immunsystem reagiert.

Betrachten wir doch mal, was ist denn überhaupt eine Allergie? Im Fachgebrauch sagt man vereinfacht: eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Es reagiert, auf eigentlich harmlose, Fremdstoffe.
Dies können eben bei dem einen oder anderen bestimmte Lebensmittel auslösen. Neben Rindfleisch, Huhn und Lamm liest man auch sehr oft, dass dies durch Mais, Reis oder Soja passieren kann. Und trotzdem sind genau diese Zutaten sehr oft im Hundefutter verarbeitet. Für ein gesundes Tier stellt dies keinerlei Probleme dar. Im Gegenteil, Rindfleisch liefert in großen Mengen hochwertige Mineralien.

Neben den verwendeten Lebensmitteln spielen jedoch noch andere Faktoren oft eine Rolle bei allergisch erkrankten Hunden und Katzen.
Oft liest man auf einer Dose oder einem Futtersack: ohne Verwendung von künstlichen Zusatzstoffen, Bindemittel, Farbstoffen oder Konservierungsstoffen. Hier werden dann jedoch oft natürliche Bindemittel eingesetzt, damit der Inhalt in der Dose nicht so flüssig ist, oder die Brocken im Trockenfutter nicht zerfallen. Hier verwenden die Manufakturen gerne Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Lein- oder Flohsamen. Alle sind nicht schädlich oder gar der ultimative Grund für eine Allergie! Nur wenn es nicht vertragen wird, dann ist dieses Futter eben nicht passend. Ein weiteres Bindemittel ist z.B. Cassia Gum (E 427).

Farbstoffe gibt es natürlich auch in natürlicher Form. Rote Bete, Spinat usw. färben Kekse und Futterbrocken herrlich bunt. Aber auch hierfür werden immer noch von manchen Firmen künstliche Farbstoffe eingesetzt, damit es so bunte „Bonbons“ wie auf dem verwendeten Foto werden. Ganz ehrlich, das braucht kein Mensch und auch kein Tier!

Manche Vierbeiner reagieren auf synthetische Nahrungsergänzungen, die du in der Inhaltsangabe unter ernährungsphysiologische Zusatzstoffe nachlesen kannst. Und eben auch auf Konservierungsstoffe, oft als Ascorbinsäure in der Deklaration zu finden. Übrigens, auch Öl ist ein Konservierungsmittel. Und nicht jedes wird von allen Hunden und Katzen vertragen. Ich spreche hier aus Erfahrung, Lachsöl ist bei unserem Balou leider nicht möglich.

Fazit: bei einem Hund oder eine Katze mit Verdacht auf eine allergische Reaktion oder eine Unverträglichkeit ist weniger mehr. Enthält also das als Hypoallergen betitelte Futter wenig einzelne Bestandteile, könnte es funktionieren, wenn dein Tier eben genau auf die enthaltenen Zutaten nicht reagiert. Futter, welches bei der Inhaltsangabe nicht genau aufgeführt hat, welche Fleischsorte, welche pflanzlichen Nebenprodukte verwendet wurden, ist für eine Ursachenforschung gänzlich ungeeignet.

Foto von Wilfried Wende pixabay
Mein Text, eine Vervielfältigung oder Kopieren einzelnen Passagen bedarf meiner Zustimmung.

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16.01.2024 Sandra Hautke

Eierkopp...

Cleveres Marketing oder ein durchgeknallter Profi am Werk?

Ist dir auch aufgefallen, wie viele Futtermarken inzwischen „witzige“ Sprüche auf ihren Verpackungen und Dosen haben?
Spricht dich das an, beeinflusst das deine Kaufentscheidung oder schaust du weiterhin auf den Inhalt, sprich, was dein Hund oder deine Katze da eigentlich in den Napf bekommt?


Die Verpackung ist egal, der Inhalt zählt.
Ist das so?

Da ist jemand, der sich in Betriebswirtschaft auskennt, der kennt einen Computerfreak und zufällig läuft denen jemand über den Weg, der ein Marketing-Experte ist – geboren ist das neue Unternehmen. Okay, das nötige Kleingeld sollte man auch besitzen oder auftreiben. Im besten Fall hat man im Bekanntenkreis oder der Familie noch eine Tierärztin oder einen Tierarzt, Ernährungsberater ist auch okay. Und dann geht es los, rein ins Futtermittelbusiness, yeah. 

So oder so ähnlich, liest man auf einigen Seiten der Newcomer, wer hinter der Idee dieses witzigen Futters steckt. Moment mal, Futter ist doch nicht witzig… Das geniale Marketing wohl schon. Oder warum begegnen mir ständig diese witzigen Sprüche auf Futterdosen oder Trockenfutterbeutel? Auch von einigen Werbeagenturen angewandt, denn nicht jeder hat ja einen eigenen Marketing-Experten im Team. Du fragst dich, was ich meine?

Ich möchte jetzt nicht Werbesprüche abtippen, auch bin ich weder ein Marketing-Spezi, noch in Sachen lustige Texte bewandert, aber überlege mal, ob dir vielleicht mal so etwas Ähnliches wie: „Ich bin tierisch pferdisch“ oder „Ent‘ gut, alles guuud“ oder „du bist Zieger“ oder „da lachs ich mich doch kaputt“ aufgefallen ist. Der letzte Spruch ist gut, ich bin doch kreativ 😉

Für mich zählt ganz klar der Inhalt einer Dose oder in einem Trockenfuttersack.. Und da haben die flotten Werbetexter, auf den ersten Blick, teilweise gar nicht so schlecht abgeschnitten. Viel Muskelfleisch und Innereien. Teilweise in Prozenten deklariert. Wobei ich mich bei einem Hersteller fragte, warum man 30 % Innereien verarbeitet – was und wie viel von den einzelnen möglichen Innereien drin ist,  weiß ich mit dieser Angabe nicht, gehen wir aber mal davon aus, dass da vielleicht auch Leber dabei ist – und trotzdem noch 6000 IE Vitamin A pro kg Futtermenge synthetisch zufügt? Denn ein 35 kg Hund, den wir mal angenommen mit einem Kilogramm am Tag füttern, hat einen Bedarf von 2388,7 IE Vitamin A am Tag. Warum also 6000 IE + noch den natürlichen Anteil aus der evtl. verwendeten Leber, selbst wenn man von 10-30 % Verlust durch das Garen ausgeht, zufügen?
Oder ein anderes Beispiel, warum werden bei 500 g Lachs, mit einem angenommenen Vitamin D Gehalt von 720 IE/pro 100 g, also bei 500 g in der Dose 3600 IE, noch 0,5 % Dorschlebertran zugefügt, wo unser 35 kg Beispielhund am Tag gerade mal 259 IE Vitamin D Bedarf hat? Und da die Dosen ja schonend gegart werden, also max. kurzzeitig auf 120 Grad erhitzt werden, müsste laut meiner Recherche hier sogar gar kein Verlust eingeplant werden.






(zum Vergrößern bitte anklicken)


Mein Fazit: ich bin kein Kunde, den man mit coolen Sprüchen kriegen kann. Wichtig ist mir, dass der Inhalt stimmt.
Wie sieht es bei dir aus?


Quelle Vitaminverlust beim Kochen: https://www.monster-fitness.com/vitamine-lebensmittel/
Quelle Vitamin D Lachs: https://www.naehrwertrechner.de/naehrwerttabelle
Foto: kostenlos von Marion auf pixabay
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03.01.2024 Sandra Hautke


Fütterst du noch, oder ernährst du schon?
Diesen, okay, vielleicht provokanten Satz, habe ich bewusst für mein Kochbuch – Kochen für den Hund – gewählt.
Wir alle kochen (fast) täglich für uns, vielleicht auch für den Mann, vielleicht auch für die Kinder, vielleicht sogar für die altersschwachen Eltern oder Schwiegereltern. Manche vielleicht sogar beruflich. Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden vergessen.
Und dann auch noch für den Hund? Och nö?
Da gibt es doch mehr als genug Fertigfutter in bunten Tüten oder Dosen.
Du barfst? Ich will in diesem Beitrag nicht über roh oder gekocht diskutieren, wäre aber auch mal ein interessantes Thema 😉.
Und auch nicht ein Fertigfutter per se mit unserem Fast Food - Pizza, Döner oder Hamburger mit Pommes - vergleichen. Denn es gibt sehr wohl auch sehr gute Nassfuttersorten, die einer gekochten Mahlzeit nahekommen.

Warum also koche ich für meinen Hund und das mit einer so großen Begeisterung?
 Ganz klar, ich weiß, was im Napf drin ist! Die wenigsten Nassfuttersorten haben eine offene Deklaration mit genauen Angaben.
 Ich kann selbst bestimmen, was wir verwenden. Verträgt mein Hund z.B. keine Pastinake, dann muss ich schon genau schauen, was ist in der Dose. Oder ich mag keinen Kehlkopf als Bestandteil im tierischen Anteil.
 Ich kann „Monoprotein“ kochen, also nur eine Fleischsorte verwenden. Einige Futtermittel enthalten mehrere Proteinquellen, bei einem Hund mit Unverträglichkeiten, mein Balou verträgt keinen Fisch, fallen diese Dosen dann aus der Auswahl raus. Oder aber es wird sogar nur z.B. Geflügel“ deklariert, es könnte Huhn, Pute, Ente verwendet worden sein, man weiß es nicht.
 Ich kann selbst entscheiden, welche Mengen an Innereien ich zufüge und auch welche.
 Ich kann saisonale Gemüse- und Obstsorten verwenden.
 Ich kann Kräuter gezielt als Unterstützung einsetzen und diese sind nicht im „Gießkannenprinzip“ (immer die Gleichen, oft zu viele auf einmal und dann in Minimengen, schau dir gerne mal ein paar Futtermittel an).
 Ich kann, wenn ich will, auf synthetische Zusätze verzichten.  Schau dir Alleinfuttermittel mit ernährungsphysiologischen Ergänzungen mal genauer an – es werden immer die gleichen Mineralstoff-Mixe verwendet, egal, ob die Inhaltsstoffe der Lebensmittel eigentlich genug von einzelnen Mineralien bereits enthalten haben.
 Ich kann das oder die Öle verwenden, die mein Hund auch verträgt. Bei uns fällt z.B. Lachsöl wegen Unverträglichkeit raus.
 Ich kann Zusätze verwenden, die auf meinen Hund abgestimmt sind. Und davon viele sogar in natürlicher Form.
 Ich kann stückiges Fleisch verwenden, im Nassfutter ist es fein gewolft, sonst würde die Futtermenge nicht in die Dose passen. Von den gekochten, getrockneten, gemahlenen, in Form gepressten Lebensmitteln im Trockenfutter rede ich hier mal gar nicht. Mein Hund benutzt seine Zähne und ist länger satt (Verweildauer im Magen, bis die Bestandteile zerkleinert sind).

Und das sind jetzt nur einige meiner Gründe. Vieler meiner Kunden wechseln zu gekochten Mahlzeiten, da sie z.B. eine Ausschlussdiät aufgrund einer Allergie machen müssen. Oder der Hund aufgrund einer Erkrankung entsprechend ernährt werden muss, sie aber das Diätfutter des Tierarztes nicht füttern möchten. Aber auch, weil manche Hunde einfach empfindlich auf einzelne Bestandteile im Fertigfutter reagieren und immer wieder Bauchschmerzen oder Durchfall haben.

Ich konnte dich jetzt davon überzeugen auch für deinen Hund zu kochen? Vielleicht kommst du hier aus der Gegend und möchtest genauer wissen, wie eine selbstzubereitete Mahlzeit für deinen Vierbeiner aussehen könnte, welche Zutaten du verwenden könntest und wie viel davon? Welche Zusätze benötigst du, damit es eine gesunde Mahlzeit wird? 

Am 17.02.2024 findet bei mir mein Workshop Kochen für den Hund statt. Sichere dir gerne bis zum 31.01. einen Platz. Weitere Informationen darüber findest du auf meiner Webseite hier (anklicken)

Du möchtest einen individuellen Ernährungsplan für deinen Hund erstellt haben? Dann kontaktiere mich gerne telefonisch oder schreibe mir eine E-Mail an EBSandraHautke@vier-beiner.de
Mein Text, mein Foto. Eine Vervielfältigung oder Kopieren bedarf meiner Zustimmung. Gerne darfst du den Link zu diesem Beitrag teilen.
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